ADRIATIC SAILING & TOURS

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Das Abenteuer KARIBIK

Segeln mit dem Katamaran JO

Ein Abenteuer zu erleben, das nicht schon Hunderte Menschen vor mir erlebt haben.
Was wir wollen, ist gemeinsam mit gleichgesinnten Gebiete fernab von Tourismus neu zu entdecken. Das ist ein Anspruch, den ich mit erfüllen kann. 
Es ist der Anspruch vom „persönlichen Erlebnis“, das nicht vervielfältigbar sein soll. Schätze also die in unserer Zeit wertvoller als Geld und Statussymbole sind, Schätze, die man nicht im Reisebüro um die Ecke findet. Ich denke das verbindet alle meine Freunde und Mitsegler mit mir und dem Schiff. Folgende Zeilen könnte ich nicht besser schreiben:
„Es gibt viele Reisen, die ich erst machen werde, wenn die Vorzeichen dafür günstig sind. Eine Kreuzfahrt. Zwei entspannende Wochen in einem Club Med. Eine Gruppen- Abenteuerreise. Schwerer Rauschmitteleinfluss wäre eine günstig Voraussetzung dafür. Auch eine entsicherte Kalaschnikow im Rücken würde helfen.“ Rainer Nikowitz/Kurier

Wie kann das Abenteuer aussehen?

Von der heutigen britischen Kronkolonie den „Turcs and Caicos“ Inseln weis man, dass sie vor noch nicht all zu langer Zeit ein Umschlagplatz für Drogen, welch in die USA gebracht wurden war. Zu den Blütezeiten des „Narcotraffics“ waren Flugzeuge DAS Verkehrsmittel des Drogenschmuggels. Einem Ministerpräsidenten wurde die Nähe zu den organisierten Dealern zum Verhängnis. Er wanderte von seinem Regierungsvorsitz direkt ins Gefängnis. Heute findet man noch zurückgelassene oder aufgegebene Flugzeuge welche die jüngste Geschichte belegen. Nach längerer Recherchearbeit segelten wir mit JO zu einigen dieser Plätze um nach Flugzeugwracks zu tauchen. Aber auch über Wasser findet man hier abgestürzte Flugzeuge, wie z. B. diese Zweimotorige „Corsair“. Mit dabei war auch Dr. Werner Volkmar (siehe auch unter „Links“), Abenteurer, Tauchlehrer und Fotograf.
Ort: SOUTH CAICOS, Position: etwa 21°28,8 N, 071°32,2 W
Ein Schiffswrack liegt hoch und trocken am Außenriff. Umbrandet seit knapp zwei Jahren frisst sich das Meerwasser langsam durch seine Außenhaut. Mit JO segelte ich schon vor einem Jahr immer wieder daran vorbei, doch bei den vorherrschenden Nordost Wetterlagen war an ein erklimmen der Bordwand nicht zu denken. 

Einmal stellte sich eine passende Südwetterlage ein und Nach zwei Tagen hatte sich das Wasser so weit beruhigt, dass es möglich war in das Wrack zu klettern. Diese Gelegenheit nutzten wir aus und hatten ein Erlebnis der besonderen Art. Da Südwetterlagen äußerst selten vorkommen sind wir vermutlich die einzigen, die das Wrack heuer beklettern.

Ort KUNA YALA, Position 09° 31,1 N, 78° 37,1W
Rost wohin das Auge sieht, das Gehen selbst wird zum vortasten, fast alle Böden sind mit Vorsicht zu genießen. Wir erklimmen die Brücke, das Achterdeck und den Motorraum. Zerstörung durch Seewasser allerorts. Auf der Brücke findet sich noch ein Buch „Code of federal regulationes“ , es gibt über die Gesetze den Panamakanal betreffend Auskunft. Vorfahrtsregeln, den Schiffsverkehr betreffend, Schleusenordnung,....


Das Schiff könnte einen Motorschaden gehabt haben und konnte so nicht mehr durch die schmale Lücke zwischen dem Riff und der Fahrrinne navigieren. Eine Fahrrinne, die ohnedies eine halbe Meile weiter südlich bei 2 Meter Wassertiefe für dieses Frachtschiff geendet hätte.

Seit 10 Tagen kreuzt keine Hochseeyacht unseren Kurs. Wir Entdecken Kuba zu einer Zeit, in der es noch keinen Yachttourismus gibt und sich der Sextourismus auf „Varadero“ und andere Tourisstenzentren Kubas beschränkt.


Wir segeln mit JO im Flachwasser des Archipielago Canarreos bei 2,5 bis 3 Metern Wassertiefe. Unser Ziel ist das ferne Objekt, das vermeintlich im ehemaligen Schifffahrtskanal liegt. Als wir näher kommen entpuppt sich das Objekt als Frachtschiff, das etwa 10 Meter östlich der Riffpassage liegt. Das Schiff hat etwa 10.000 BRT und an seiner Backbord Seite ein großes Loch. Da unser Karten erst von einem halben Jahr berichtigt wurden liegt auch der Frachter noch nicht lange am Riff.
Die Welle erlaubt ein Begehen des Schiffes nicht. Aber hinter dem Außenriff ist ein Ankern möglich. Natürlich packen wir sofort unsere Pressluftflaschen aus und tauchen zu dem Wrack nach unten. Die Ladung besteht aus Zementsäcken, die nun wie Würfelzucker überall umher liegen.

Ort : KUBA, Position: 21°29,1N, 082°12,8W
Ort: GIBBS CAY, Position: 21° 26.5 N, 71° 06.8 W
Einem Erlebnis der anderen Art sind wir in Grand Turc auf der Spur. Es gibt Hinweise, dass es hier Stachelrochen sein sollen, die sich ohne Scheu dem Menschen bis auf wenige Zentimeter nähern. Sie zu berühren ist nur noch eine Frage des Mutes. Nach längerem nachforschen werden wir unter anderem in Gibbs Cay fündig. Das Flache Wasser mit der Sandbucht ist Ideal für die Annäherung an diese Tiere. Wir schaffen es auch tatsächlich, die Rochen kommen und nähern sich furchtlos. Die Furcht war eher in unseren Reihen ...
Die Kultur der Kuna Indios ist kaum bekannt. Die Inseln dieser Indiginos, die San Blas Inseln, sind auf den üblichen Schulatlanten nicht vorhanden und selbst in der ENCARTA von Microsoft findet man nur marginale Spuren dieser zauberhaften Inselwelt. Steve Parrison, mehrfacher Weltumsegler meinte: Die San Blas Inseln seien das schönste Segelgebiet der Welt.
Ist man Naturliebhaber hat er damit zu 100 % recht, die Windrichtung lässt es zu mit JO beinahe alles zu segeln, schnell zu segeln, da sich hier hinter den Riffen kaum Welle aufbauen kann. Dies betrifft den westlichen Teil der Inselgruppe.
Ort: SAN BLAS INSELN, KUNA YALA irgendwo zwischen 09°15,1 N, 078°02,6 W und 09°11,6 N, 075°58,.4 W
Es gehört eine Portion Erfahrung und Abenteuergeist dazu in den Osten des über 350 Inseln zählenden Gebietes zu segeln. Es gibt ab dem „Punta Brava“ keine Seekarten, weder auf Papier noch auf CD, mit ausreichender Genauigkeit. Auf dem vorhandenen ungenauen Material heißt es dann „Unsurveyed“ - also nicht kartografiert.

Wir segelten bei hoch stehender Sonne und unter vielen anderen Vorsichtsmassnahmen in dieses Gebiet. Drei Personen im Ausguck, dazu verminderte Fahrt und ständiges mitplotten (mitzeichnen) der aktuellen Position. Außerdem war ein ständiges Eintragen der Wassertiefe und der Riffe bzw. Flachstellen nötig um bei einer eventuellen Wetteränderung wieder aus diesem Wirrwarr an Untiefen zu finden.

Das was wir zu sehen bekamen war schlicht einmalig.

Die Kuna Indios hier - fernab vom Tourismus - sind verschieden von ihren Brüdern auf den westlich gelegenen Inseln. Von der Physionomie unterscheiden sie sich selbst auf den konservativ traditionellen Inseln stark ebenso wie in der sozialen Ordnung.

Hier werden noch Kayukos mit denen die Kuna Indios segeln selbst gemacht. Kayuko ist das indianische Kanu, aus dem Stamm eines einzigen Baumes gearbeitet. Man kann das hier beobachten wie solche Boote entstehen. Vom Baum im Wald zum segelnden Boot sozusagen.


Diese außergewöhnliche Kultur der Indiginos so hautnah erleben zu dürfen ist ein Abenteuer für sich. Tief im Osten Kuna Yalas hatten wir das Glück einer Indigino Familie zu begegnen, die uns traditionelles Kuna Essen bereitete. Kokosnusssuppe mit Yuka und Bananen, dazu frisch gefangenen und gegrillten Fisch. Alles Ingredienzien, die sie auf ihren Inseln mühelos finden können.

Ort: KUNA YALA, San Blas Inseln


Kuna Yala, die San Blas Inseln bieten nicht nur die einmalige Kulisse der 360 Palmeninseln wo die Kuna Indianer ihren Lebensstil pflegen, der sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat.

Frischwasser (Süßwasser) holen sie sich von den nahegelegenen Flüssen, einige Siedlungen haben ein Aquädukt gebaut und fassen einen Fluss an seinem Ursprung. Wir fuhren Flüsse Stromaufwärts, wobei wir uns mit dem Elektromotor fast lautlos fortbewegen. Somit haben die Tiere keine Scheu mehr und Vögel kommen arglos heran. Hier bieten sich tolle Motive für Fotoenthusiasten an. Hier tummeln sich Affen, Tukane, Kolibris, scharlachrote Kardinalvögel, Ibisse, Reiher,... aber auch Tapiere bekommt man zu Gesicht. Es ist ein Paradies.
Aber auch Wanderungen im Urwald werden - vor allem bei Nacht - zu einem Abenteuer. Dabei sind die Ohren die wichtigsten Sensoren Tierstimmen von Vögeln, Affen,....ein Konzert für Ohren und Seele.

Text: KHE

Fotos: KHE, Dr. Werner Volkmar, Audubon Society

 

Salsa-Tanzstunde mit Rosa

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